Chronische Entzündungen können Diabetes triggern

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Chronische rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis (RA) stehen in Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes. Schon die Entstehung beider Erkrankungen weist darauf hin. Die für rheumatoide Arthritis typische chronische Entzündung fördert über freigesetzte Entzündungsvermittler die Entwicklung einer Insulinresistenz. Kommen weitere Risikofaktoren wie Krankheitsaktivität, Lebensalter, familiäre Vorbelastung oder Schwangerschaftsdiabetes sowie erhöhter Body-Mass-Index oder ein Ausgangs-HbA1c über 6 % dazu, steigt das Risiko für den Ausbruch eines Typ-2-Diabetes deutlich an.

Hauptrisikofaktor ist jedoch die bei RA-Patienten oftmals notwendige Behandlung mit Steroiden. Kortison wirkt zwar stark antientzündlich und immunsuppressiv, führt aber zu einer Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen. Glukokortikoide sind ein Gegenspieler des Insulins und können zu schwerwiegenden Stoffwechselentgleisungen führen.

JeRheuma Blutzucker Menarini nach Höhe der Dosis vermindern sie die Insulinsensitivität des Gewebes und reduzieren die Glukoseverwertung. Deshalb sollte bei Diabetikern der Blutzuckerspiegel engmaschig kontrolliert werden. Auch Patienten ohne manifesten Diabetes können jedoch betroffen sein und einen glukokortikoidinduzierten Diabetes entwickeln.

Studien zufolge ist das Diabetesrisiko stark mit der Dauer und Dosierung der Steroidtherapie assoziiert.

Bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen kommen auch Medikamente wie Biologika zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Arzneimittel, die mit Hilfe von Gentechnik in lebenden Zellen hergestellt werden. Diese wirken viel gezielter als herkömmliche Medikamente. Es zeigt sich, dass Biologika stoffwechselneutral wirken und den Blutzuckerspiegel nicht wesentlich beeinflussen. Eine Analyse zeigt sogar, dass manche Biologika das Diabetesrisiko sogar zu reduzieren scheinen.

Klinisch relevant ist ein Studienergebnis: Je höher die Aktivität der entzündlichen rheumatischen Erkrankung ist, desto höher ist das Risiko für einen Typ-2-Diabetes.

In der Vorsorgeroutine wird für alle RA-Patienten eine engmaschige Kontrolle der Blutglukoseprofile, des HbA1c-Wertes, des LDL-Spiegels, des C-reaktiven Proteins und des Blutdrucks empfohlen.

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